PROGRAMM UND VERANSTALTUNGEN 2012


Der Höhepunkt in unserem Konzertjahr: Festliches Chorkonzert

Cherubini Requiem und Schuberts Unvollendete
Sonntag, 04.11.2012, 19.00 Uhr


Das berühmte "Requiem" von Luigi Cherubini wird vom bekannten ChorProjekt an St. Peter und Paul aufgeführt. Zuvor erklingt die "Unvollendete", die wohl berühmteste Sinfonie von Franz Schubert. Es musizieren Mitglieder der Duisburger Philharmoniker. Die musikalische Leitung hat Otto M. Krämer. Ludwig van Beethoven betrachtete ihn als den größten Komponisten seiner Epoche: Luigi Cherubini (1760-1842). Cherubini ist einer der Komponisten, der als "konservativer

Revolutionär" und "Prophet der Romantik" gleichermaßen gilt.
Anlass für die Entstehung des Werkes 1817 war die Trauerfeier für Ludwig XVI., der 1793 während der Französischen Revolution hingerichtet worden war. Es verzichtet konsequent auf Solostimmen und setzt auf eine stark textgeprägte Verinnerlichung. Binnen kurzer Zeit erlangte das Werk einen hohen Bekanntheitsgrad; Komponistenkollegen wie Beethoven, zu dessen Totenfeier es erklang, Schumann und Brahms haben es außerordentlich geschätzt.

Die h-Moll Symphonie ist das berühmteste Werk Franz Schuberts auf symphonischen Gebiet. Einwandfrei historische Belege zur Entstehungsgeschichte sind bis heute nicht zu erbringen. Sicher ist, dass Schubert im Herbst 1822 das Werk komponierte. Vollendet wurde der erste und zweite Satz - daher rührt auch der Name "Die Unvollendete" - vom Scherzo, dem 3. Satz sind nur neun Takte ausgeführt, sonst sind bis zum Trio nur Skizzen vorhanden.

XIV. Internationaler Straelener Orgelherbst

30.09. bis 07.10.2012

Der internationale Straelener Orgelherbst hat sich – nicht nur bei den "eingefleischten" Orgelliebhabern – zu einer hochkarätigen Veranstaltung entwickelt, die in Straelen seit nun mehr als 15 Jahren einfach dazugehört. Die Riege der erstklassigen Interpreten kann sich mit denen der ganz großen Festivals ohne Weiteres messen – dass dieses Top-Orgelereignis in Straelen entstehen konnte, haben wir einmal mehr unserem Hauptsponsor bofrost* zu verdanken. Im Anschluss an alle Konzerte im Gemeindehaus werden einige Köstlichkeiten aus dem Hause bofrost* kredenzt, die Ihren "Hochgenuss für alle Sinne" noch vervollkommnen lassen!
Einzelne Konzerte: Abendkasse: 9 €, Mitglieder: 6 €
Alle drei Konzerte: Abendkasse 20 €, Mitglieder 14 €

Ludwig Ruckdeschel, Passau

Sonntag, 30.09.2012, 19.30 Uhr



Nach sieben Jahren musikalischer Tätigkeit im Marienwallfahrtsort Altötting wurde Ludwig Ruckdeschel 2003 als Domorganist an den Hohen Dom St. Stephan nach Passau berufen. Seitdem ist er auch amtlicher Orgelsachverständiger im Bistum Passau. Am Stephansdom leitet er die Orgelkonzertreihen an der weltbekannten Domorgel und die jährlichen Orgelmeisterkurse.

 

Markku Hietaharju, Turku – Finnland

Mittwoch, 03.10.2012 19.30 Uhr



Markku Hietaharju studierte in Helsinki und in Lübeck, unter anderem bei Martin Haselböck. Er ist Organist an der nationalen Kathedrale von Finnland in Turku und lehrt an der Sibelius Akademie in Helsinki. Er gilt als einer der führenden Organisten seiner Generation in Skandinavien.

 

Giulia Biagetti, Lucca – Italien

Sonntag, 07.10.2012 19.30 Uhr



Giulia Biagetti hat bei den lucchesischen Musikern Marino Pratali und Gaetano Giani Luporini Komposition studiert und bekam ihr Diplom für Orgel und Komposition am G. Frescobaldi Konservatorium in Ferrara. Sie nahm an zahlreichen Meisterkursen bei Tag- liavini, Radulescu, Vogel, Parodi u.a. teil. sie ist Organistin an der Kathedrale St. Martin in Lucca und der Capella s. Cecilia und unterrichtet Orgel am konservatorium in Lucca.

Konzert für Cello und Flügel

Sonntag, 01.07.2012

Wolfgang Haenisch, Cello
Otto Maria Krämer, Flügel

…von fremden Ländern und Menschen…
Werke von Vivaldi Bach, Fauré, Chopin und Schumann

Das Duo Haenisch – Krämer erarbeitete sich im Laufe der letzten Jahre ein vielseitiges, anspruchsvolles und facettenreiches Repertoire. Die hohe Klangverschmelzung der beiden Solisten und die konzentrierte Erarbeitung der Stücke zeigen sich in der positiven Resonanz beim Publikum. Die Künstler verzichten auf eine Gage, die Einnahmen fließen zur Gänze in die Finanzierung der neuen elektronischen Setzeranlage der großen Orgel ein.

Auf dem durchaus abwechslungsreichen Programm des Abends stehen neben lyrischen, ruhigen Werken der französischen, deutschen und russischen Schule (Drei Elegien von Fauré, Rheinberger und Glasunow) unter anderem auch Werke von Robert Schumann (Drei Fantasiestücke), das klassische Allegro aus der Sonate von Grazioli, und ebenso ein Nocturne von P. I. Tchaikovsky. Abschließend spielen Haenisch und Krämer 4 Negro - Spirituals des Amerikaners Arthur Benjamin.


Der Kreuzweg -
14 sinfonische Improvisationen

Konzert am 1. April 2012 mit Heinzgerd van den Wyenbergh, Schlagwerk
Otto Maria Krämer, Orgel

Heinzgerd van den Wyenbergh, ein Multitalent an den schlagstöcken und diversen schlägeln, spielt zusammen mit Otto M. krämer 14 sinfonischen skizzen, deren Form sich aus früheren improvisati- onen allmählich zur komposition Krämers entwickelten: eindringliche, dramatische Fakturen entführen uns alle in den faszinierenden klangraum kirche. ein besonderer Auftakt zum Zyklus Geistliche Musik an St. Peter und Paul 2012.

Bach's Freudenbotschaft

RP vom 10.01.2012 von Udo Spelleken


In Straelens Pfarrkirche St. Peter und Paul erklang das "Weihnachts-oratorium".
Das Publikum erlebte eine beschwingte Aufführung des berühmten Werks.

STRAELEN "Botschaft von der Freude" wird das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach häufig genannt. In der nachweihnachtlichen Aufführung in der Pfarrkirche St. Peter und Paul gelang es Gemeindekantor Otto M. Krämer, Bachs Chormusik gläubig emotional mit…

…überschwänglichem Ausdruck und ohne Eitelkeit auf das betrachtende Wort hin zu dirigieren. Er realisierte mit dem Projekt-Chor an St. Peter und Paul, dem Kammerorchester "Camarata Louis Spohr" und den Solisten ein interpretatorisches Konzept, das über die fröhlich-fromme Sphäre hinaus reichte und auch die dramatischen Vorgänge in sehr differenzierter Weise einbezog.
Das Publikum in der fast bis auf den letzten Platz besetzten Straelener Pfarrkirche lauschte einem beschwingt dahinfließenden Bach, dem manches Non-Legato, aber auch gänzlich ungewohnte Phrasierungen und spannungsvolle Klangfarbenkontraste bei den Bläsern und Streichern gut anstanden.

Ein sehr gutes Quartett für die Solopartien gewonnen

Mit Antje Bitterlich, Christine Wehler, Lothar Blum und Rüdiger Nikodem Lasa, der kurzfristig für den erkrankten Christian Palm eingesprungen war, wurde ein sehr gutes Quartett für die Solopartien gewonnen. Blum gab dem Tenor viel stimmliche Kraft und rhetorischen Nachdruck. Lasa legte mit seinem baritonalen Bass ein markantes Fundament, das Ruhe und Ausgeglichenheit in das stimmliche Register brachte. Christine Wehler ließ ihren Alt gewohnt stimmsicher und ausbalanciert intonieren. Unprätentiös, aber auf jedem Ton brillant treffsicher und ausdrucksstark präsentierte sich Antje Bitterlich. Ihr klarer Sopran setzte feine Lichter im transparenten Streicher- und Chorraum, der, wie Bach einst selbst formulierte, als "wohlklingende Harmonie zu Ehren Gottes" konzipiert war.

Pauke zeigte mit trockenen Schlägen Präsenz

Neben den flotten, aber keineswegs zu raschen Tempi sorgte Krämer mit deutlichen Gesten für die korrekte klangliche Mischung. Da durften die Naturtrompeten im ,,Jauchzet, frohlocket" richtig durchdringen, durfte die Pauke trockenen Schlägen Präsenz zeigen. Auch der Chor konnte vollauf überzeugen. Dass selbst Choräle musikalisch unterschiedlich aufgefasst werden können, machte Krämer sehr eindrucksvoll deutlich. Ganz am Textgehalt und am Wort orientiert, ließ er Bachs kunstvolle Sätze sehr farbig, textverständlich und in seiner Linienführung äußerst prägnant modellieren.

Info


Fast 280 Jahre alt

Historie

Das Weihnachts-Oratorium BWV 248 ist ein sechsteiliges Oratorium von Johann Sebastian Bach. Die einzelnen Teile wurden erstmals vom Thomanerchor in Leipzig in den sechs Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag 1734 und dem Epiphaniasfest 1735 in der Nikolaikirche und der Thomaskirche aufgeführt. Charakter Feierliche Eröffnungs- und Schlusschöre, die Vertonung der neutestamentlichen Weihnachtsgeschichte in den Rezitativen, eingestreute Weihnachtschoräle und Arien der Gesangssolisten prägen das Oratorium.

III. Dreikönigskonzert:
J.S. Bach, Weihnachtsoratorium (I-III)

Sonntag, 08. Januar 2012 - 18.00 Uhr

N.N. , Sopran
Christine Wehler, Alt
Lothar Blum, Tenor
Thilo Dahlmann, Bass
Kammersinfonie Straelen
Das ChorProjekt an St. Peter und Paul Straelen

Otto Maria Krämer - Leitung

Wer heute eine Aufführung von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium besucht, ist in aller Regel mit dem Werk vertraut. Es gehört zum Weihnachtsfest wie der Lichterbaum und Spekulatius. Höchstens unter den Kindern werden vielleicht einige sein, die zum allerersten Mal in ihrem Leben Pauken, Trompeten und Chor jauchzen, frohlocken und die (Weihnachts-) Tage preisen hören…

Welch' ein Glück für uns! Die Leipziger hingegen, die in den Weihnachtstagen 1734/35 in die Thomaskirche oder in die Nicolaikirche kamen, hörten diese prachtvolle und tiefgründige Musik nur ein einziges Mal in ihrem Leben. Kaum vorstellbar, dass Bach alle Register seines Könnens zog, um ein derartig großes Werk für eine einmalige Verwendung zu schreiben! Über eine spätere Wiederaufführung zu Bachs Lebzeiten ist uns aber tatsächlich nichts bekannt. Erst im Jahr 1857 wurde das Weihnachtsoratorium wieder zu Gehör gebracht, um schließlich das volkstümlichste aller seine Chorwerke zu werden – zu Recht, denn Bach's Musik teilt sich unmittelbar mit… so soll es in diesem Jahr auch bei uns in Straelen wieder geschehen, und so möchten wir die Weihnachtszeit mit "Pauken und Trompeten" festlich beenden.

Erfahrene Chorsängerinnen und -sänger können sich zum Mitproben melden bei Kantor Otto M. Krämer. Die Eintrittspreise entnehmen Sie demnächst dieser Seite und der Tagespresse.

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