PROGRAMM UND VERANSTALTUNGEN 2010


Begeisterter Applaus beim Adventskonzert

Spatzenchor und Junger Chor verzauberten die Zuhörer





"Gaudete - Freuet Euch!", so hieß es vergangenen Sonntag in Straelens Pfarrkirche, als die Nachwuchsensembles der Straelener Kirchenmusik, der Spatzenchor und der Junge Chor an St. Peter und Paul beim Adventskonzert ihren großen alljährlichen Auftritt hatten. Mit den bei Kindern und Erwachsenen bekanntesten und wohl beliebtesten Liedern wie "O Tannenbaum", "Alle Jahre wieder", "Dicke rote Kerzen", "Maria durch ein Dornwald ging" u.v.m. begeisterten die jungen Stimmen das Straelener Publikum - der Auftritt machte den 30 kleinen Sängern sichtlich Spaß. Dass die kontinuierliche Aufbauarbeit im Nachwuchsbereich nach einer Zeit reichlich Früchte trägt, bewies der überzeugende Vortrag des Jungen Chores.


Die 25 Sängerinnen und Sänger, die zum großen Teil aus dem Spatzenchor in den Jungen Chor hineinwuchsen, singen in schon fast routinierter Art sehr anspruchsvolle Literatur - vornehmlich aus dem anglikanischen Raum:
So erklangen gestern von Charles Wood "Once as I remember","Adam lay ybounden" von Peter White, von John Rutter ein "Ave maria", Carters' "A maiden most gentle" und verschiedene Carols und Traditionals, deren wunderschöner Vortrag das Publikum mit großem Applaus bedachte.

Dabei fiel es auf, dass der Chorklang eine gewisse, ungewöhnlich warme Präsenz zeigte, die aus der großen Lockerheit der Stimmen herrührte und hierzulande leider immer seltener anzutreffen ist.
Auch sind die von Kantor Otto M. Krämer, der auch am Kawai-Flügel begleitete, ausgesuchten Werke eher in den hohen Stimmlagen angesiedelt und fordern die Leitungsfähigkeit der jungen Leute eher, als nur in heute eher üblicher Manier in tiefen Lagen "mitzugrummeln".

Insgesamt war der Abend in der sehr schön illuminierten, mit reicher Akustik ausgestatteten Pfarrkirche eine wunderbare Einstimmung in die restliche Adventszeit und die kommenden Weihnachtsfeiertage. Auf die nächsten Darbietungen des Nachwuchses der Kirchenmusik an St. Peter und Paul kann man sich jetzt schon freuen.

Großartiges Eröffnungskonzert


Am Sonntag eröffneten Marcel Ober (Orgel) und das Bläserensemble "International Brass" den

XII. Internationaler Orgelherbst in Straelen

Der Orgelherbst ist nunmehr seit 12 Jahren Tradition in Straelen und bot den Zuhörern in der Straelener Pfarrkirche St. Peter und Paul ein außergewöhnliches Hörerlebnis: Marcel Andreas Ober, erfahrener Konzertorganist, Chorleiter und Kantor an St. Peter in Düsseldorf, wurde begleitet von den fünf Blechbläsern des Ensembles: Waldemar Jankus (Litauen), Thomas Lindt (Deutschland), Matthew P. Hall (Großbrittanien), Wilhelm Junker (Deutschland) und Willy Huppertz (Niederlande).
Schon das "Allegro appassionato" aus der Sonate von Alexandre Guilmant machte eingangs allen Zuhörern im gut besetzten Mittelschiff der Pfarrkirche klar, dass sie es heute mit erstklassigen Musikern zu tun hatten - die Intonation und Koordination sowohl untereinander als auch im Zusammenspiel mit der Orgel waren außergwöhnlich.

Das Scherzo gefiel mit raffinierter Spritzigkeit und mit dem polyphonen Geflecht im "Choral und Fugue", dem Schlusssatz der Sonate, bewieß einmal auch der Bearbeiter der Werke, Willi Junker, dass er sein Handwerk auf das allerbeste versteht.
Marcel Ober zeigte mit dem Scherzo von Gigout und der Evocation von Thierry Escaich eindrucksvoll, dass er nicht umsonst Preisträger diverser intern. Orgelwettbewerbe ist - hier paarten sich stupende Virtuosität mit überlegener Behandlung des Intrumentes. Wie Ober in Ermangelung eines "freien" Fusses den Schwelltritt der Orgel höchst halsbrecherisch mit der Hand betätigte - das hatte schon etwas ganz Besonderes.
"Elsas Prozession zur Kathedrale" von R. Wagner eröffnete den zweiten Teil (nach einer erfrischenden Pause mit kulinarischen Kostbarkeiten aus dem Hause bofrost* ) mit feierlichen Tönen und Léon Boëllmanns bekannte "Suite Gothique" bot erneut sinnliche, aber auch kraftvolle Töne der Künstler, die vom begeisterten Publikum mit lang anhaltendem, stehendem Applaus belohnt wurden. Diese bedankten sich postwendend mit einer Zugabe - dem wunderbaren Choral "Nun danket alle Gott" in der Bearbeitung von Sigfrid Karg Elert. Das war am Tag der Deutschen Einheit ein wahrlich passender Abschluss.

Das nächste Konzert findet am Mittwoch, 6. Oktober, 19.30 Uhr, statt: Przemiyslaw J. Kapitula, Warschau/ Polen wird Werke von Mieczyslaw Surzynski, Feliks Nowowiejski, Johann Sebastian Bach, Mieczyslaw Surzynski und Franz Liszt (Präludium und Fuge über den Namen BACH) spielen.
Das Abschlusskonzert findet am Sonntag, 10. Oktober, 19.30 Uhr, statt: Kalevi Kiviniemi, Finnland , spielt Werke von Charles-Marie Widor (u.a. die berühmte Toccata aus der V. Symphonie), Léon Boëllmann, Pierre Cochereau, Claude Balbastre, Kalevi Kiviniemi (Improvisation) und Aram Khachaturian (u.a. den "Säbeltanz)

XII. Internationaler Orgelherbst in Straelen

Der Orgelherbst ist seit mehr als 10 Jahren Tradition in Straelen. Auch in diesem Jahr haben wir ein Programm für Orgelliebhaber und "interessierte Neulinge" zusammengestellt:

3. Oktober 2010, 19.30 Uhr:

Marcel Ober (Orgel), Bläserensemble "International Brass"

Ein ungewöhnliches Hörerlebnis - nicht nur für Orgelliebhaber! Marcel Andreas Ober, erfahrener Konzertorganist, Chorleiter und Kantor an St. Peter in Düsseldorf Friedrichstadt, wird begleitet von 5 ausgewachsenen Blechbläsern. Das Ensemble International Brass macht Musik ohne Grenzen. Das Ergebnis ist ebenso fulminant wie unterhaltsam - auf höchstem musikalischen Niveau.
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Mittwoch, 6. Oktober 2010, 19.30 Uhr

Przemyslaw Kapitula, Polen

Der Domorganist an der Kathedrale in Warschau, Jahrgang 1965, ist regelmäßig auf Konzertreisen unterwegs, oft auch in Deutschland. Er spielt gern Werke seiner Landsleute Surzynski und Nowowiejski und wird uns in Straelen einen Querschnitt aus seinem Können zeigen.
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Sonntag, 10. Oktober 2010, 19.30 Uhr

Kalevi Kiviniemi, Lahti/ Finnland

Im letzten Jahr hat Kiviniemi in Straelen mit einem grandiosen Konzert einen echten Höhepunkt gesetzt. Der Finne hat bereits mehr als 100 Orgel Cd s eingespielt, ist erfahrenes Jurymitglied in internationalen Orgelwettbewerben und gibt Meisterkurse. Wir freuen uns besonders auf ein weiteres Schauspiel seiner Improvisationskünste.
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Bei den Orgelkonzerten am 6. und 10. Oktober wird der Organist mittels Leinwand für die Zuhörer sichtbar sein. Die Konzerte werden durch eine kurze Pause unterbrochen, in denen die Firma bofrost* zu einem Glas Wein und einem Häppchen einlädt.

Kostenbeitrag:
9 EUR je Konzert (Mitglieder: 6 EUR), Alle Konzerte: 20 EUR (14 EUR), Schüler und Studenten: frei

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Sonntag, 3. Oktober, 19.30 Uhr

Marcel Ober (Orgel), Bläserensemble "International Brass"

Über das Bläserensemble International Brass


International Brass - das sind 5 Musiker aus 4 unterschiedlichen Ländern: Waldemar Jankus (Litauen), Thomas Lindt (Deutschland), Matthew P. Hall (Großbrittanien), Wilhelm Junker (Deutschland), Willy Huppertz (Niederlande)
Die gemeinsame Sprache ist die Musik. Die kulturellen Unterschiede machen den speziellen Reiz aus. Das Ergebnis ist ebenso fulminant wie unterhaltsam - selbstverständlich auf höchstem musikalischen Niveau. Sie sagen von sich selbst:
"Einteilungen in Kategorien wie U und E Musik sind für uns nicht von Belang. Unser musikalisches Spektrum reicht von Barock bis Rock, von Orgel-Romantik bis Big-Band Jazz, von Mozart bis Mancini; keine Epoche, keine Stilrichtung wird ausgeschlossen - Hauptsache, die musikalische Qualität stimmt.
Auch Mainstream ist nicht unser Ding. Eigene Bearbeitungen und Interpretationen prägen unsere musikalische Welt. Kammermusik für Blechbläser ist unsere Mission. Unsere Freude am gemeinsamen Musizieren wirkt ansteckend auf unsere Zuhörer. Unser Erfolg bei zahlreichen Auftritten in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Frankreich, Belgien oder bei renommierten Festivals im Oman und in Litauen ermutigt uns, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen."

Link zur Web-Seite von International Brass

Marcel Ober

Marcel Andreas Ober wurde 1977 in Düsseldorf geboren. Ersten Klavierunterricht erhielt er mit sieben Jahren bei Lothar-Fritz an der Clara-Schumann-Musikschule in Düsseldorf, ab dem zehnten Lebensjahr dann zusätzlich Orgelunterricht bei Kantor Winfried Kannengießer in Kaiserswerth.

Nach dem Abitur folgte das Studium der Katholischen Kirchenmusik an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf, unter anderem mit den Fächern improvisation und künstlerisches Orgelspiel bei Stefan Schmidt sowie Klavier bei Sabine Kube.

2002 hat Marcel Ober den Studienabschluss "Kirchenmusik-Diplom" erhalten sowie im Jahr 2004 das Zertifikat eines Kirchenmusik-Aufbaustudiums. Zur Zeit folgt an der Musikhochschule Köln ein Dirigierstudium im Fach Orchesterleitung.
Seit April 2005 ist er Seelsorgebereichskantor an St. Peter, St. Antonius und St. Martin im Seelsorgebereich D'dorf-Bilk/Friedrichstadr. Neben Studium und Beruf pflegt er eine rege Konzerttätigkeit als Organist und Pianist.

Programm am 3. Oktober 2010

Quintett plus Orgel "ajoutez la trompette!"
Alexandre Guilmant: Sonata No. 5, Op. 80

  1. Allegro appassionato
  2. Adagio
  3. Scherzo
  4. Recitativo
  5. Choral et Fugue
-PAUSE-

Richard Wagner: Elsas Prozession zur Kathedrale (Quintett Solo)

Léon Boëllmann: Suite Gothique, Op. 2
  1. Introduction / Choral
  2. Menuett Gothique
  3. Prière à Notre Dame
  4. Toccata

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Mittwoch, 6. Oktober, 19.30 Uhr

Przemiyslaw J. Kapitula, Warschau/ Polen

Przemyslaw Jakub Kapitula, geboren 1965 in Warschau, studierte Orgel an der Fryderyk-Chopin- Musikakademie in Warschau bei Prof. Josef Serafin. Privatunterricht Klavier bei Prof. Kajetan Mochtak, sowie Meisterkurse bei N.Danby, D.Roth, M.Slechta, Zs.Szathmáry, G.Bovet.

Umfangreiche Konzerttätigkeit (ca. 45 Termine jährlich) in: Argentinien, Belgien, Brasilien, Bulgarien, Deutschland, Dänemark, Finnland, Frankreich, Holland, Italien, Moldau, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Russland, Schweiz, Slowakei, Spanien, Tschechien, Uruguay. Konzerte mit verschiedenen Orchestern, Chören und Solisten.

Seit 1991 Direktor der Stiftung "Festival der Sakralmusik" in Warschau, die jedes Jahr 150 Konzerte mit ca. 20.000 Zuhörern organisiert. Seit 1991 Leiter des "Internationalen Festivals der Sakralmusik" in Warschau, seit 1994 Leiter des Internationalen Orgelfestivals "Die Orgel der Kathedrale" in Warschau und des Festivals "Orgeln im Zentrum von Warschau". Seit 2004 Leiter des Zyklus' "Die große Orgel in der Warschauer Kathedrale" (tägliche Konzerte von Mai bis Oktober). Initiator vieler Orgel- und Musikprojekte in Warschau und in Polen.
Spezialgebiet ist die polnische Orgelmusik der Romantik (die Werke von Mieczyslaw Surzylski und Feliks Nowowiejski). Przemyslaw Kapitula setzt die Musik- und Orgeltradition des Warschauer Domes fort. Lange Jahre enge Zusammenarbeit mit Prof. Jerzy Erdman ( ).
Fernseh-, Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen. Seit 1998 Mitglied der Kirchenmusikkommission der Erzdiözese Warschau. Herausgegeber von verschiedenen CD's, u.a. Feliks Nowowiejski - alle Orgelwerke, alle Konzertorgelwerke von Mieczyslaw Surzylski Przemyslaw Kapitula leitete Orgelmeisterkurse in Italien.


Link zur Web-Seite von Przemiyslaw J. Kapitula

Programm 6. Oktober

Mieczyslaw Surzynski (1866-1924)
"Improvisationen für Orgel über ein altes polnisches Kirchenlied" op.38

Feliks Nowowiejski (1877-1946)
  1. Einzug in den Dom op.8 Nr 3
  2. Offertoire op.7 Nr 2
  3. Marche solennelle
- PAUSE -

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
4 Choräle "Wer nur den lieben Gott lässt walten"
(BWV 691, BWV 690, BWV 691a, BWV 642)

Mieczyslaw Surzynski (1866-1924)
Elegie aus Fantaisie pour Orgue op. 30

Ferenc Liszt(1811-1886)
Preludium und Fuge über das Thema B-A-C-H

Sonntag, 10. Oktober, 19.30 Uhr

Kalevi Kiviniemi, Finnland

Der finnische Organist Kalevi Kiviniemi, geb. 1958 in Jalasjärvi, legte 1981 das Kantoren- und Organistenexamen ab und machte im Anschluss an der Sibelius Akademie in Helsinki das Konzertdiplom. Er ist einer der bedeutendsten Instrumentalmusiker aus Finnland, der international tätig ist. Konzertreisen führen ihn durch Europa, Russland, Japan, Philippinen, Australien und USA.

In vielen internationalen Orgelwettbewerben, auch in Deutschland, ist er als Jurymitglied tätig; weiterhin gibt er Meisterkurse und war von 1991 bis 2001 musikalischer Leiter des Lahti Orgel Festivals.

Seine Tätigkeit zeichnet sich weiterhin durch zahlreiche Rundfunk- und Fernsehauftritte aus. Genau 100 eingespielte CD-Aufnahmen, die er sowohl in Finnland als auch auf historischen Instrumenten in den USA, Japan und Europa aufgenommen hat, sind Ausdruck seiner künstlerischen Persönlichkeit. So nahm er das gesamte Orgelwerk von Jean Sibelius nach Originalmanuskripten auf. Er ist Preisträger zahlreicher Auszeichnungen und wurde 2004 von der Organum-Gesellschaft für seine Verdienste für die finnische Orgelkunst ausgezeichnet.

Kalevi Kiviniemi ist bekannt für seine virtuose Technik und die perfekte Beherrschung seines Instrumentes. Sein Repertoire umfasst die Orgelliteratur aller musikalischer Epochen. Erweitert wird sein Repertoire durch eigene Bearbeitungen von Werken verschiedenster Komponisten. Auch in der Orgel-Improvisation hat sich Kalevi Kiviniemi einen international hervorragenden Ruf erworben.

Link zur Web-Seite von Kalevi Kiviniemi

Programm

Charles-Marie Widor (1844-1937)
Toccata (aus der Orgelsymphonie Nr.5, op. 42 Nr. 1)
Andante sostenuto (aus der Symphonie Gothique, op.70)

Léon Boëllmann
Toccata (aus der Suite Gothique, op. 25)

Pierre Cochereau(1924-1984)
Suite francaise (Kyrie, Offertoire, Fugue, Cromorne en taille, Flûtes, Grand Jeu)

-PAUSE-

Claude Balbastre (1724-1799)
Thème et variations, Sonate en Duo, Trio

Kalevi Kiviniemi (*1958)
Improvisation

Aram Khachaturian (1903-1978)
Suite (Transkription für Orgel von K.Kiviniemi):
Erzählung aus einem fremden Land, Adagio (aus Spartacus), Säbel-Tanz (aus Gayaneh)



Projektchor und Orchester spielen vor vollem Haus


"Wohlklang in der Kirche"

(Rheinische Post vom 21.09.2010)

Ein festliches Chorkonzert erlebte das Publikum in St. Peter und Paul. Die Aufführung von Werken Guilmants und Gounods fand reichen Beifall. Mehr als 120 Mitwirkende sorgten in der Straelener Pfarrkirche für ein erstklassiges Konzert.


VON UDO SPELLEKEN

Zu einem festlichen Chorkonzert hatte der Förderverein Geistliche Musik an St. Peter und Paul mit Werken von Alexandre Guilmant und Charles Gounod unter der Leitung von Otto M. Krämer in die Pfarrkirche eingeladen. Die Vereinsvorsitzende Yvonne von Löbbecke freute sich, zu dieser opulenten Veranstaltung mit mehr als 70 Sängern und 40 Orchestermusikern auch den Hausherrn Pastor Ludwig Verst mit seinem Seelsorgeteam, Bürgermeister Jörg Langemeyer und den Hauptsponsor Josef H. Boquoi begrüßen zu können.


Von der genießerischen Seite

Organist Stefan Burs an der Stockmann-Orgel und Otto M. Krämer am Dirigentenpult luden die Zuhörer in der vollbesetzten Kirche bei Guilmants Oeuvre "Symphonie d-moll" op. 42 für Orgel und Orchester ein, Orgelmusik von einer weniger polyphon verkopften, sondern mehr von einer emotional genießerischen Seite kennen zu lernen. Guilmants Orgelstilistik, beruhend auf klassischer Ausgewogenheit in Form und Inhalt, wurde von Organist und Musikern vorgetragen, indem sie einen vordergründig-romantischen Drang nach virtuoser Egozentrik vornehm zurücknahmen. Modifiziert kreativ war die Registrierung, die Dispositionen besaßen eine große Anzahl an 8'-Registern mit durchsichtigem, aber niemals erdrückendem Charakter. Der begeisterte Zwischenapplaus belohnte die Künstler für eine außergewöhnliche Leistung.

Die Cäcilien-Messe von Gounod verfolgt keine besonderen liturgischen Zwecke, sondern ist ein Kunstwerk zur Verehrung der Schutzpatronin der Musik und somit der Heiligen Cäcilie gewidmet. Mit farbenreicher Melodik, einem brillanten Chor und den exzellenten Solisten Christine Hoffmann(Sopran), Wolfram Wittekind (Tenor) und Raimund Fischer(Bass) sorgte das Ensemble durch die differenzierten Aufgaben für reiche Abwechslung. Die inspirierende Einfachheit der Sätze mit ihren zarten, sensiblen Momenten sorgte dabei für eine anrührende, bewegende Stimmung, die nur von den kraftvollen, energiegeladenen Bewegungen insbesondere im Chor übertroffen wurde. Die weitgehend homophon gehaltenen Chorpassagen offenbarten einen wunderbar innerhalb der Stimmgruppen und im Gesamtchor ausbalancierten Klang.
Das Publikum feierte die Musiker mit minutenlangem Beifall für diese außergewöhnlich gelungene Aufführung.

Orgelherbst

Das nächste große Ereignis klassischer Musik in Straelens Pfarrkirche St. Peter und Paul ist der XII. Internationale Orgelherbst. Die drei Konzerte finden am Sonntag, 3. Oktober, Mittwoch, 6. Oktober, und Sonntag, 10. Oktober, jeweils ab 19.30 Uhr statt.

C. Gounod - Großes Chorkonzert

Sonntag, 19. September 17.00 Uhr

Charles Gounod, Cäcilienmesse

Alexandre Guilmant, Symphonie No. 2

Ausführende:
Christine Hoffmann - Sopran
Wolfram Wittekind - Tenor
Raimund Fischer - Bass
Stefan Burs - Orgel
Chor-Projekt an St. Peter und Paul
Kammersinfonie Straelen
Leitung: Otto M. Krämer

Karten: Vorverkauf 13 EUR/ Abendkasse 18 EUR
Schüler und Studenten: frei
Mitglieder Fördergesellschaft: VV 10 EUR/ AK 15 EUR
Karten bei Schreibwaren Op de Hipt in Straelen, Bücher Keuck in Geldern und den Chormitgliedern
Kartenvorbestellung per E-mail

Proben zur Cäcilienmesse von Charles Gounod sind in vollem Gange

Großes Chorkonzert mit Solisten und Symphonischem Orchester am 19. September um 17.00 Uhr in der Kirche St. Peter und Paul

Schon seit Februar laufen die Proben des diesjährigen Projektchores unter der Leitung von Otto M. Krämer. In diesem Jahr konnten fast 70 Sängerinnen und Sänger für die Vorbereitung des Konzerts gewonnen werden. "So einen großen Chor hatten wir bisher noch nie bei dieser Art von Konzert, das wird ein tolles Hörerlebnis für unsere Zuschauer", sagt Otto Krämer.
Begleitet wird der Chor von einem Profiorchester. Außerdem konnten mit Christine Hofmann (Sopran), Wolfram Wittekind (Tenor), Raimund Fischer (Bass), wieder hochkarätige Solisten gewonnen werden.
Komplettiert wird das Programm mit der Symphonie No 2 für Orgel und Orchester von Alexandre Guilmant, mit Stefan Burs an der Orgel.

Der Kartenvorverkauf startet demnächst, über die Chormitglieder und bei Schreibwaren Op De Hipt am Markt in Straelen.

Christine Hoffmann - Sopran

Die im Schwarzwald geborene junge Sopranistin Christine Hoffmann (geb. Maier) studierte an der Musikhochschule in Köln bei Prof. Henner Leyhe und Prof. Monica Pick-Hieronimi. Gesangskurse bei Gabriele Schnaut und Michaela Krämer gaben ihr weitere wichtige technische Impulse. Sowohl auf der Bühne, als auch im Konzert fühlt sich Christine Maier zu Hause.

Mehrfach arbeitete sie als Solistin mit den Dirigenten Marcus Creed, Stefan E. Wehr, Romely Pfund, Laurent Wagner und Hiroshi Kodama. Schon in der Musikhochschule, als auch an diversen deutschen Bühnen übernahm sie Opernpartien in Inszenierungen von Igor Folwill, Wolfgang Quetes, Lisa Stumpfögger und Martin Schurr. Auch Liederabende und geistliche Konzerte (u.a. mit dem Thomas Christian Ensemble/Wien) in Häusern wie der Tonhalle Düsseldorf (Sommernachtstraum/Mendelssohn) oder auch der Oper in Damaskus/Syrien (Paulus/Mendelssohn) gehören in ihr Schaffensbereich.
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Wolfram Wittekind, Tenor

Wolfram Wittekind ist in Straelen ein bekanntes Gesicht. Er absolvierte nach dem Staatsexamen als Kirchenmusiker in Düsseldorf 1992 an der dortigen Robert-Schumann - Hochschule ein Gesangsstudium das er 1994 mit Auszeichung abschloß. Seine ersten Engagements führten ihn unter anderem zu den Bad Hersfelder Festspielen, wo er als Don José in "Carmen" den "Orpheus"- Preis für Nachwuchssänger errang.

Es folgten vielfältige Aufgaben im italienischen Fach an verschiedenen Opernhäusern vor allem in dem neuen Bundesländern. So gastierte er unter anderem als Cavaradossi (Tosca) in Potsdam, als Riccardo (Maskenball) in Brandenburg, als Alfredo (Traviata) in Neustrelitz und als Ismaele (Nabucco) in Eisenach. Mit anderen Rollen war er Gast am Theater in Kiel und in Bonn. Ein Schwerpunkt seiner sängerischen Tätigkeit ist immer auch das Konzert geblieben, wo er sich in den vergangenen Jahren die wichtigsten oratorischen Werke von Bach bis zu Neuer Musik erarbeitete. So gastierte er unter anderem mit Milva im Teatro piccolo in Mailand und war an unterschiedlichen Konzertmitschnitten des WDR und SWR beteiligt. Konzertreisen führten ihn u.a. nach Israel, Italien und in die USA.
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Raimund Fischer, Bass

Der Bariton Raimund Fischer erhielt im Alter von zehn Jahren ersten Violoncellounterricht. Es folgten Studien in Klavier, Komposition und Tonsatz. Anschließend studierte er Schulmusik und Anglistik sowie klassischen Gesang bei Prof. Hans Sotin an der Universität bzw. Musikhochschule Köln. Von 1997 bis 2001 hatte er einen Lehrauftrag für Gesang an der Universität zu Köln inne.

Neben einer regen Konzerttätigkeit im Bereich Oratorium und Lied (u.a. in der Berliner sowie Kölner Philharmonie, der Beethovenhalle und dem Beethovenhaus Bonn) gastierte er am Stadttheater Gießen und sang in verschiedenen freien Opernproduktionen. Seit der Spielzeit 2001/02 ist Fischer Soloensemblemitglied am Wuppertaler Opernhaus.
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Stefan Burs, Orgel

Stefan Burs, geboren 1969 in Duisburg, studierte nach frühzeitigem privaten Musikunterricht und Besuch des Kirchenmusik-Seminars Essen Katholische Kirchenmusik an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Zu seinen Lehrern gehörten Prof. Paul Heuser (Orgelliteratur), Prof. Wolfgang Seifen (Orgelimprovisation), Prof. Raimund Wippermann (Chorleitung), Lesley Bollinger (Gesang) u.a.

Nach dem "A-Examen" 1995 absolvierte er ein Aufbaustudium im Fach Orgel, das er mit dem "Diplom-Konzertexamen" 1996 abschloss.
Er war Preisträger bei mehreren Orgelwettbewerben, wirkte bei Produktion für Fernsehen, Rundfunk und CD-Aufnahmen mit und ist beratend in Stellenbesetzungs- und Orgelbaufragen tätig.
Seit 1996 ist er Kantor der Aldegundiskirche und Leiter des Musik-Kollegs Emmerich, seit 1998 zusätzlich Kantor der Münsterkirche St. Martini. Seit der Fusion der vier Emmericher Kirchengemeinden zur St. Christophorusgemeinde ist er verantwortlich für die Kirchenmusik in diesem Bereich.
Konzerttätigkeit als Organist, Sänger (Operndebut als "Vater" in "Hänsel und Gretel" 2008) und Dirigent, seit 2000 auch als Solist am großen Konzertcarillon der Aldegundiskirche ergänzen das musikalische Profil.

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Mehr Wissen über die Werke

Charles Gounod, Cäcililenmesse

Die Messe solennelle en l'honneur de Sainte-Cécile in G-Dur, im Deutschen meist kurz Cäcilienmesse genannt, ist eine Messe von Charles Gounod für drei Solostimmen, vierstimmigen Chor, Orchester und Orgel. Sie ist der Heiligen Cäcilia, der Schutzpatronin der Kirchenmusik, gewidmet.

Die Cäcilienmesse ist wohl das bekannteste kirchenmusikalische Werk von Charles Gounod. Er komponierte sie im Alter von 37 Jahren. Sie ragt aus seinen übrigen Messen durch ihre ausgesprochen üppige Orchesterbegleitung hervor, während die meisten anderen Messen Gounods neben den Sängern h öchstens eine Orgel benötigen.

Die Cäcilienmesse wurde am 22. November 1855, dem Jahrestag der Hl. Cäcilia, in der Pfarrkirche Saint-Eustache (Paris) uraufgeführt. Der damals ebenfalls anwesende Komponist Camille Saint-Saëns schrieb später: Die Aufführung der Cäcilienmesse rief eine Art Benommenheit hervor. Diese Einfachheit, diese Größe, dieses reine Licht, das sich über die Musikwelt wie eine Dämmerung breitete, setzte die Leute sehr in Erstaunen: Man fühlte, dass hier ein Genie tätig gewesen war ... glänzende Strahlen gingen von dieser Messe aus ... zunächst war man geblendet, dann berauscht und schließlich überwältigt. Noch zu Lebzeiten Gounods erschienen zahlreiche Ausgaben und Bearbeitungen der Messe, was sicherlich ein Hinweis auf die große Popularität des Werkes ist.

Charles Gounod (1818 - 1893)

C. Gounod war französischer Opernkomponist der Romantik und wurde am 17. Juni 1818 in Paris geboren und starb am 18. Oktober 1893 in Saint-Cloud (Paris). Nach seiner musikalischen Ausbildung am Konservatorium in Paris und nach einigen fehlgeschlagenen Kompositionsversuchen, gewann er 1839 mit seiner Kantate 'Fernand' den Rompreis und ließ sich für 4 Jahre in Rom nieder.

Nach einigen Reisen als Dirigent, wo er die Bekanntschaft mit Felix Mendelssohn-Bartholdy machte ließ er sich 1843 in Paris als Organist und Kapellmeister nieder. Ab 1850 begann er Opern zu komponieren und seine Oper 'Magarethe' nach Goethes 'Faust' wurde ein Erfolg in ganz Europa.
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Alexandre Guilmant (1837-1911)

Guilmant machte seine Studien zuerst bei seinem Vater, dem Organisten Jean-Baptiste Guilmant (1793 1890), dann bei Gustave Carulli (1801 1876), später bei dem belgischen Organisten Jacques-Nicolas Lemmens (1823 1881) und wurde schon mit 16 Jahren als Organist, mit 20 als Kapellmeister und Lehrer am Konservatorium in seiner Vaterstadt angestellt.
Bei der Einweihung der Orgeln von Saint-Sulpice und der Orgel der Kathedrale Notre-Dame de Paris in Paris erregte sein Spiel solches Aufsehen, dass er 1871 Titularorganist als Nachfolger von Charles-Alexis Chauvet an in La Trinité (Paris) angestellt wurde.
Außerordentliche Erfolge erzielte er durch seine Konzertreisen in England, Italien und Russland (Riga), ferner durch seine Konzerte an der Orgel des Trocadéro-Saales während der Pariser Weltausstellung von 1878.
Von 1896 bis 1900 war er Leiter der Schola Cantorum in Paris. Durch seine Kompositionen (Symphonie für Orgel und Orchester, acht Sonaten und viele Konzertstücke für Orgel, ein Chorwerk: Bellazar , u. a.) trug Guilmant wesentlich zur Ausbildung eines eigenständigen französisch-romantisch-sinfonischen Orgelstils bei.

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